AKTION: Versandkostenfrei bestellen & Baum pflanzen lassen!

Schutz vor Viren: Die große Rolle des Darms in der Virus-Abwehr


Blieb der Darm lange Zeit vergleichsweise unbeachtet, weiß man heute um seine Schlüsselrolle für das Immunsystem und die Abwehr von Viren: Im darm-assoziierten Immunsystem liegen immerhin fast 80% unserer Immunzellen. So spielt die Darmflora eine wesentliche Rolle in der Immunabwehr, da hier durch ein Zusammenspiel von "guten" Bakterien und körpereigenen Stoffen das Wachstum und der Einfluss "schlechter" Bakterien geschwächt wird.

Darmbakterien

 

Wie gute Bakterien über den Darm das Immunsystem stärken

Ob sich ein Virus im Darm ausbreiten kann, wird vom Mikrobiom im Darm beeinflusst. Bifidobakterien und Lactobacillus-Arten zählen zu den "antiviral" wirkenden Bakterienstämmen, die durch spezielle Mechanismen in der Lage sind, einen eingedrungenen Virus zu bekämpfen. Wer in der Vorsorge den Darm mit Probiotika stärkt, kann entsprechend auch das Immunsystem entscheidend beeinflussen.

Doch wie genau helfen probiotische Bakterien bei der Virus-Abwehr?
Vier Aspekte spielen dabei eine entscheidende Rolle:

1. Rezeptor-Blockade

Damit Nährstoffe, aber auch Bakterien oder ein Virus im Körper reagieren können, finden sich an nahezu allen Zellen Kontaktstellen, die Rezeptoren genannt werden. An diesen Rezeptoren können Viren an die Zellen andocken und in sie eindringen. Probiotische Bakterien können solche Rezeptoren besetzen und somit eine Blockade gegenüber Viren und Schadorganismen erzeugen.

2. Trapping-Mechanismus

Die Bezeichnung "trapping" lässt sich mit "fangen/einfangen" übersetzen. In der Darm-Gesundheit bedeutet trapping, dass probiotische Bakterien Viren quasi einfangen, indem sie sich an die Zelloberfläche von Viren binden. Dadurch wird das Virus bildlich gesprochen zu schwer und unbeweglich, weshalb es nicht mehr an den Zellen des Darms und des Organismus anhaften kann.

3. Antiviral wirkender Zellstoffwechsel

Als Organismen haben Bakterien einen eigenen Stoffwechsel. Manche Bakterienstämme scheiden dabei Substanzen aus, die auf Viren und andere Bakterien schädlich wirken und deren Wachstum und Vermehrung somit einschränken. Diese antiviral wirkenden Stoffwechselprodukte, die einige probiotische Bakterien abgeben, werden Bakteriozine genannt und bestehen beispielsweise aus Laktat oder Wasserstoffperoxid. 

4. Unterstützung der Fresszellen-Bildung

Die Abwehrkräfte in unserem Immunsystem werden durch Makrophagen unterstützt. Diese "Fresszellen" gelten als Körperpolizei, da sie eindringende Schadorganismen angreifen und die Zellen von schädlichen Stoffen befreien. Bifidobakterien und Bakterien der Lactobacillus-Familie fördern die körpereigene Bildung der Makrophagen und stärken auf diese Weise das Immunsystem und die Abwehrkräfte.

 

Welche Bakterienstämme wirken als Probiotika?

Als probiotische Bakterien zählen eine große Anzahl von Bakterienstämmen, von denen wissenschaftlich noch nicht alle klar definiert sind. Zu den bekanntesten und bisher am besten erforschten zählen Stämme der Lactobacillus-Arten wie Lactobacillus rhamnosus CRL1505 und Lactobacillus acidophilus LA1 sowie viele Bifidobakterien-Stämme.

Diese "guten" Bakterien binden Viren im Darm, verhindern das Anhaften der Viren an Körperzellen durch das Blockieren von Rezeptoren und produzieren als Stoffwechselprodukte Schleimstoffe und antiviral wirkende Substanzen, welche den Viren die Bewegung erschweren und deren Struktur angreifen. Zudem unterstützen probiotische Bakterien das körpereigene Immunsystem und stärken dadurch die natürlichen Abwehrkräfte.

 Darmflora

Wie vermehrt man gute, probiotische Bakterien im Darm?

Es gibt 2 Wege, den Darm mit probiotischen Bakterien aufzuforsten:

Einerseits durch Fütterung der vorhandenen Bakterien mit ihrem Lieblingsessen (Ballaststoffen, sogenannten Präbiotika), damit diese gerne bleiben und sich entsprechend vermehren.

Andererseits durch Neu-Ansiedelung von Bakterienstämmen (Probiotika): Dadurch kann die Diversität, die Vielfalt an guten Bakterien in der Darmflora, zusätzlich erhöht werden.